Ängste, die das Leben schwer machen

Beitrag von Iris L.

Liebe Nadia


Als ich mich am Dienstag auf den Weg zu dir und der 1. Sitzung machte, kam ich mit gemischten Gefühlen. Einerseits grosse Hoffnung, andererseits meine Ängste, was da mit mir passieren würde.

Es war erstaunlich, denn meine früheren Erfahrungen damit, bei meiner Therapeutin, die mir mit Ihrer Art der Therapien anders geholfen hat, war ich damals immer tiefenentspannt. Aber trotzdem fühlte ich mich irgendwie unwohl und nach einer Weile erschrak ich so sehr, dass ich mit den Gedanken und Gefühlen nicht mehr richtig dabei war.

Meine Erfahrungen bei dir sind da ganz anders. Ich war wirklich die ganze Zeit in einer tiefen Ruhe und Gelassenheit. Dein Beweis, dass ich in tiefer Hypnose war - unglaublich. Ich konnte meine Hand wirklich nicht mehr bewegen. Trotzdem bin ich auch heute noch nicht ganz sicher, ob wirklich das Zentrum aus mir gesprochen hat, oder ob ich das war. Weil nach einer gewissen Zeit Gedanken durch meinen Kopf kamen wie: wie oft muss ich? noch tiefer die Teile suchen gehen.


Heute bin ich schon viel überzeugter, dass ich es nicht wahr. So erging es mir, als ich deine Räume verlassen habe. Ich war ruhig und gelassen, hatte jedoch nach einer Weile für etwa eine halbe Stunde Kopfschmerzen. Dann aber am Abend liessen mich die Gedanken nicht mehr vom Thema weg. Was geschieht wohl jetzt in mir drin, fragte ich mich immer wieder. Dann hörte ich dich sagen: lass einfach kommen, was kommt und lass es wieder gehen. Und tatsächlich, keine Panik, keine Angst kam auf. Schlafen konnte ich auch gut, aber zu wenige Stunden.


Am Morgen nach dem Erwachen war mir ganz komisch. D.h. zwischen hoffen und bangen. Kommt die Panik, kommt sie nicht. Und nichts passierte.


Gestern besuchte ich nach drei Jahren meine Schwester. Sie hatte Geburtstag und ich habe erfahren, dass es ihr gesundheitlich gar nicht gut geht. Wir hatten seit Jahren Probleme miteinander und ich habe nach dem Tod meiner Mutter einen Schlussstrich gemacht. Aber es war eine wundervolle Erfahrung. Durch den Entzug hat sie sich gewandelt. Ich konnte mich sehr gut mit ihr unterhalten und habe gemerkt, dass sie unendlich traurig ist, dass sie durch ihr Lebenswandel so arg leiden muss. Ich werde sie sicher bald wieder im Altersheim besuchen.


Gegen Abend merkte ich plötzlich, dass ich so ruhig in mir war, ich konnte es gar nicht glauben. Ich konnte später schlafen gehen, ohne mir Gedanken zu machen, wem würde ich telefonieren, sollten die Gefühle wieder aufkommen. Nein, ich ging einfach ins Bett und nahm's wie es kam. Wenn da nun wirklich so bleibt - was ich zu glauben anfange - bin ich die glücklichste Person - dank dir, liebe Nadia. Der Tinnitus ist noch geblieben. Aber ich denke, dass der so lange da war, dass er vielleicht noch ein wenig Zeit benötigt, um sich zu verabschieden. Ich lass mich überraschen.


Nun wünsche ich dir wunderschöne Tag und viel Kraft für deine Arbeit. Sobald ich wieder bereit bin und ich nun gewisse Erfahrungen machen darf, melde ich mich zu einer nächsten Sitzung.


eine herzliche Umarmung und alles Liebe


Iris L.


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